Den Brunnen tiefer graben
Shownotes
Manchmal entsteht aus Leere ein besonders tiefes Gespräch. Jan erzählt von einem Bildungstag in einer kirchlichen Familienbildungsstätte, bei dem es um die Frage ging: Was bedeutet es eigentlich, ein christliches oder katholisches Haus zu sein?
Ausgehend vom Bild, „den Brunnen tiefer zu graben“, sprechen Jan und Clemens über christliche Identität, Haltung und die Bedeutung von Gemeinschaft. Dabei wird deutlich: Bildungsangebote sind oft mehr als Kurse. Sie können Orte gegen Einsamkeit sein, Räume für Begegnung, Vertrauen und neue Tiefe.
Außerdem geht es um Führungskultur, Verletzlichkeit, Verantwortung und die Frage, warum Menschen nicht nur funktionieren, sondern Räume brauchen, in denen Alltag unterbrochen wird. Eine Folge über Tiefe, Haltung, Glauben, Führung und den Wert von Orten, an denen Menschen wirklich miteinander ins Gespräch kommen.
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00:00:12: Hallo Jan, wie geht's dir?
00:00:15: Ja mir geht es gut.
00:00:16: Also der Frühling tut mir gut die Sonne tut mir good.
00:00:20: Der Mai hat auch ein bisschen Regen gebracht.
00:00:22: hier alles ist unfassbar saftig grün.
00:00:25: das tut mir Gut und Ich hatte eine sehr beeindruckende Begegnung.
00:00:34: Und was haben wir heute?
00:00:35: Es war vor zwei Tagen aber vorher möchte ich dich wohl fragen Wie gehts dir
00:00:42: Leer?
00:00:46: Jetzt will ich dazu, unser Lachen kommt daher.
00:00:48: Weil wir beide überlegt haben, haben wir ein Thema und dann mussten sich... Haben wir beide uns so angeguckt?
00:00:52: Dann hast du gesagt, boah nee gerade ist es... Ich bin so leer.
00:00:56: Genau.
00:00:56: Aber kurz überlegt, ob wir einfach zwanzig Minuten schweigen.
00:00:59: aber dann fie mir doch ein dass ich doch diese spannende Begegnung hatte vor zwei Tagen von der ich erzählen will.
00:01:05: Ja
00:01:06: Nee, es sind gerade dichte Zeiten bei dir auch und das ist einfach Wahnsinn.
00:01:10: Und dann hat man manchmal eine Birne, wo man denkt, warte mal, da ist ja grad nichts drin.
00:01:15: Da ist ja was drin aber die Emotion ist grade so auf Beep!
00:01:18: Weißt du so?
00:01:19: Ja, ja, ja...
00:01:21: Aber das kennen wir alle.
00:01:23: Wenn das Grundrauschen so laut ist, dann... ...aber ich möchte gerne erzählen von Mittwoch.
00:01:30: Vor zwei Tagen war das und da hatte ich eine tolle Begegnung.
00:01:34: Ich wurde gebeten, einen Tag zu gestalten für die Mitarbeitenden einer Familienbildungsstätte in kirchlicher Trägerschaft Und diese... Also ich hatte es zu tun mit achtzehn motivierten Menschen Das sind nicht nur dozierende Kursleiterinnen sondern auch der Hausmeister war dabei der Techniker und Menschen von Sekretariat, von der Kursadministration von der Verwaltung.
00:02:07: Also es war eine heterogene Gruppe.
00:02:09: Und der Auftrag war mit den Menschen ins Gespräch zu kommen oder sie ins Gesprächen zu bringen.
00:02:16: zu der Frage was bedeutet das eigentlich?
00:02:18: Das ist ein kirchliches Hauses also in kirchlicher Trägerschaft womöglich dezidiert katholischer Träger schafft weil in der Stadt wo das angesiedelt ist, die evangelische Bildungsstätte jetzt schließen wird und den Betrieb einstellen wird.
00:02:32: Und auf einmal docken Kurs- und Kursangebote aus dieser Bildungstätte in diesem katholischen Haus an.
00:02:40: Das hat die Frage des Profils auf das Tablett gerufen und es war sehr spannend weil mindestens zwei Generationen vertreten waren christlichen oder womöglich katholischen Provinienz, also sind nicht praktizierende Christläubigen.
00:02:59: Sondern sie mit ihrem Kurs angeboten.
00:03:01: einfach haben dann einen guten Ort gefunden für sich.
00:03:04: und jetzt ist aber doch die Frage dieses ja ihr seid euch jetzt imikatholisch?
00:03:07: Und kannst du das?
00:03:08: willst du das?
00:03:09: was heißt dass denn darum sollte es gehen um diesen an diesem tag und ich hatte ein Ein Text als Grundlage als roten fad mitgebracht von den mönchen von tiberine die ermordet worden sind in Religionsunruhen, die in muslimischer Umgebung ja Christus gelebt oder verkündet haben monastisch gelebt haben.
00:03:33: Und die haben auch eine gute Beziehungsarbeit gemacht zu den Menschen vor Ort.
00:03:38: Ich glaube in euch.
00:03:40: das ist jetzt peinlich dass ich das nicht sagen kann.
00:03:41: ich glaube Marokko also auf jeden Fall Nordafrika es ist Ja ich glaube es ist marokko aber da lege ich nicht die Hand für ins Feuer Auf jeden Fall sehr, sehr berühmt.
00:03:52: Also sehr mystisch.
00:03:53: Christian Deschagé hat Bücher ein Buch geschrieben und hat davon erzählt von seinen Begegnungen unter anderem Gespräch mit seinem Nachbarn, mit Mohammed einem Moslem Und die beiden haben wenn sie über ihren Glauben gesprochen haben hatten Sie einen Wort dafür gefunden und zwar den Brunnen tiefer graben.
00:04:14: Und das war für mich der rote Faden und ich habe gesagt, lass uns den Brunnen tiefer graben.
00:04:18: Ich hatte diesen Text vorgelesen und dann in vier Schichten haben wir so ein bisschen tiefer gegangen.
00:04:25: also die erste Frage wo ich die Menschen versucht hat in Kontakt zu bringen war die Frage was würde der Welt fehlen?
00:04:32: Der Weltgeschichte unserer Gesellschaft wenn wir Christus nicht kennen würden.
00:04:37: Also wenn es das neue Testament nicht gäbe, wenn wir Jesus nicht kennen?
00:04:41: Die zweite Frage war, würde in meinem Leben irgendetwas anders sein wenn ich Christus nicht kennen würde.
00:04:47: Die dritte Dimension oder die dritte Tiefe waren.
00:04:51: was ist denn das?
00:04:53: Was mich an der katholischen Art und Weise Christus zu folgen anspricht.
00:04:57: also es gibt ja schon katholische Spezifika die Heiligen dieser Kramente Weihrauch das Allerheiligste, keine Ahnung Anbetung.
00:05:07: Es gibt verschiedene kirchliche Feiertage von Leichnamen.
00:05:13: Dazu kann ich mich verhalten.
00:05:15: Gibt es etwas was ich besonders schön finde?
00:05:18: Und die letzte war Was ist der Mehrwert einer christlichen Bildungsstätte für eine Stadt, eine Kommune, eine Gesellschaft vor Ort?
00:05:27: und so haben wir uns der Sache angenähert.
00:05:29: und dann und es gab verschiedene Learnings für mich auch wie man jetzt so schön sagt, neue deutsche Learnings.
00:05:36: Zum Beispiel also zwei Dinge fangen wir gerade ein die ich aus meinem Grundrauschen hier einbringen möchte.
00:05:44: das erste diese kirchliche oder christliche Bildungsstätte hat im Kursprogramm Angebote die über mehrere Jahre gebucht werden fast immer vom selben Personenkreis.
00:06:01: Also ein Beispiel war ein Englischsprachkurs, der in fast selber Besetzung seit fünf, sechs, sieben Jahren durchläuft.
00:06:13: Die Menschen zahlen eine Kursgebühr und wir möchten mal meinen dass auch ihre Sprachkenntnisse sich verbessern.
00:06:19: eigentlich geht es den Menschen aber um die gewonnene Gemeinschaft für vielleicht auch entstandene Freundschaften über die Jahre in dieser Gruppe.
00:06:31: also Sie sind bereit Geld zu zahlen.
00:06:33: Es gibt einen Aufhänger Und der Auffänger heißt nicht Seniorencafé, wie bei uns in den Vereinen.
00:06:39: Sondern er heißt Englisch-Sprachkurs.
00:06:42: aber im Grunde geht es um die Gemeinschaft und solche Erzählungen kamen mehrfach.
00:06:49: da wurde dann festgestellt dass das Kursangebot dieses Hauses teilweise Einsamkeit entgegenwirkt also eine Wirksamkeit gegen einsame oder vor Einsamkeiten bedrohte Menschen.
00:07:04: Schön, erstaunlich.
00:07:06: Hätte ich zum Beispiel in einem Bildungshaus nicht verortet dass das ein in manchen Kursangeboten relevante Aspekt ist.
00:07:13: Finde ich beeindruckend und es auch Ausweis eines Problems standes in unserer Gesellschaft.
00:07:20: also das war eins.
00:07:22: Das tauchte mehrfach auch eine Gruppe die so näher rinnen.
00:07:30: Es gab mal einmal einen jungen Mann dabei, der sehr genossen hat dass die Damen dann immer noch so Muffins und was zu Essen mitgebracht haben.
00:07:37: Und er hat da auch irgendwie mit geklöppelt und mitgenäht.
00:07:40: aber hauptsächlich sind es halt Frauen ältere Geburtsjahres die da auch Gemeinschaft feiern in diesem Kursangebot.
00:07:50: Das war das eine und das andere war.
00:07:51: am Ende des Tages habe ich gesagt So was ist jetzt hier die Beute von heute?
00:07:55: Was nehmt ihr mit wie geht ihr raus?
00:07:58: furchtbar, also vor allem hatten die eine tolle Gemeinschaft untereinander.
00:08:04: Es muss nicht spezifisch christig sein aber es ist ihm gelungen dass die Einzelplayer des Hauses auch die Dozierenden, die nur für ihr Kursangebot eigentlich reinkommen und auf die Infrastruktur setzen, die das Haus bietet, haben.
00:08:19: eine toller Gemeinsschaft ein tolles Miteinander.
00:08:21: Die sind auch mit Lust in das Thema gegangen und waren bereit von sich zu erzählen.
00:08:27: Das ist ja durchaus intim.
00:08:28: Also dieses, was würde in meinem Leben fehlen wenn ich Christus nicht kennen würde?
00:08:33: Da habe ich mich nicht getraut einen Austausch danach anzuleiten sondern hab das in einer Pause den Menschen selbst überlassen ob sie das von erzählen und nicht erzählen oder ob das fruchtbar wird.
00:08:43: in den nächsten Schritten Und es ist aber also ich habe zwischendurch so ein bisschen gehört geschaut sind die im Kontakt die menschen.
00:08:50: das war sehr sehr beeindruckend und am Ende des Tages sagte eine jüngere frau die ja auch als Referendin arbeitet, in der Kursleitung arbeitet.
00:09:00: Ich bin völlig platt!
00:09:02: Also es war ein anstrengender Tag, ein guter Tag aber ein anstrengener Tag und sie hat sich so'n bisschen abgehoben damit von den Rückmeldungen ihrer Vorschbrecher Und ich... Sie hatte glücklicherweise dann noch was dazu getan und zwar sagte sie, sie ist in einer interreligiösen Beziehung Ihr Freund, ihr Mann is muslimischen Glaubens und scheint auch praktizierend zu sein.
00:09:26: Und sie ist aber gar nicht so.
00:09:28: als Christian in einer Glaubenspraxis, wurde über den Tag und die Begegnung mit den Menschen um Sie herum darauf gebracht dass es vielleicht lohnenswert sein könnte das mal an sich ranzulassen also diese Dimension von Transcendenz.
00:09:43: und was würde es bedeuten wenn es war wäre?
00:09:45: Also der Konjunktiv, der Zweifel Was wäre wenn es wahr wäre dem sich zu nähern.
00:09:53: Sie hat gesagt, das war neu und also anstrengend.
00:09:56: Und hat irgendwie eine Dimension gehabt... Ich übersetze es mal mit Tiefe.
00:10:01: Also den Brunnen tiefer graben ist da für meine Begriffe gelungen gewesen für
00:10:05: sie.
00:10:07: Und dass das aber mit einer Anstrengung verbunden war musste ich mir zusagen lassen, musste ich lernen von ihr.
00:10:13: Weißt
00:10:15: du?
00:10:17: Und das war spannend und für mich wichtig zu erkennen, neu zu erkennen.
00:10:23: Das ist auch was fordert!
00:10:25: Das ist was fordert und dass es dafür Räume braucht und vielleicht auch Energie braucht.
00:10:31: Und dachte dann bei mir der Sonntag, der arbeitsfreie Sonntage oder Feiertage die haben ihre... Berechtigung im Kalender und auch in der Politik unserer Gesellschaft, dass wir dafür einstehen und das wir das auch verteidigen.
00:10:45: Damit Menschen eine Chance, eine gute Chance haben sich dieser Dimension zu nähern weil es mit dem Alltag nicht gut kompatibel ist.
00:10:53: Das stimmt!
00:10:54: Und deswegen also ich habe das mal irgendwie studiert und gelernt Religion die kürzeste Definition von Religion ist Unterbrechung des alltäglichen.
00:11:03: aber wenn der Alltag einfach durchläuft und nicht unterbrochen wird weil vielleicht auch keine Kraft dafür da ist wegen Familie, wegen Geld verdienen, wegen Kehrarbeit.
00:11:15: Dann bleibt was auf der Strecke und ich wünsche allen Menschen dass sie die Möglichkeit haben erstens und dass sie zweitens dann diese Möglichkeit nutzen ihren Alltag mal zu unterbrechen und sich dieser Dimension dieser tiefen Dimension zu nähern.
00:11:30: Da ist ein Schatz im Acker, aber man muss den ausbuddeln und das ist ein bisschen anstrengend.
00:11:36: Und das ist mein Job als Theologe, als Priester sogar die Menschen immer wieder damit zu konfrontieren auch mit dieser Gewinnmöglichkeit.
00:11:45: Ja?
00:11:47: Das vorgestern war das gelungen und ich war über den Auftrag total dankbar und freue mich über alle Menschen, die da arbeiten in diesem Haus und über alle ... teilnehmen bei den Kursangeboten.
00:11:59: Da gibt's was zu gewinnen, wirklich super!
00:12:04: Also das mit dem Tiefgang?
00:12:07: Ich fahre jetzt zwei Tage lang so eine ...
00:12:09: ... Führungskultur,
00:12:11: weiß ich gar nicht, was man nennt ... ... Kultur in der Führungsführung... ... Kultur, wenn wir sowas ... Ja, Kultur einfach unternehmen, wie führt man eigentlich?
00:12:20: Was verstehen wir unter Führungen und so weiter ans Fort?
00:12:22: Das war so ein zweiteiliger Geschichte moderiert und sehr gut motiviert.
00:12:30: Und gegen Ende der zwei Tage, wo wir auch wirklich uns intensiv über ein Thema ausgetauscht haben, wurden wir gebeten auf einen Zettel oder von einem Brief, einen Brief und selber zu schicken und draufzuschreiben, was wir denn besser machen wollen oder beziehungsweise anpacken
00:12:43: wollen.".
00:12:44: Und das Interessante fand ich dabei, dass der Moderator gesagt
00:12:48: hat es ist
00:12:48: klar, dass man arbeitstechnisch was draufschreibt, dafür sind wir auch da.
00:12:51: aber er eben den ... von dem Begriff Work Live Berlin ist nicht viel held, sondern er mir sagt es sind Mensch.
00:12:59: Und Mensch is ganzheitlich und dazu gehört Arbeit und Privat.
00:13:03: Wichtig wäre auch wenn man sich fast aufschreibt was man sich vornimmt,... ... dass man's im... ... im Geschäftlichen privaten sich vornimmt denn anders hat ne Kehrseite der Medaille hier.
00:13:13: Denn sich einbringen für etwas um Verantwortung zu übernehmen ist das eine dort auch die Zeit zum investieren ist das Eine ... die andere Seite ist, aber auch auf die Zeit in ... ... privat und seine Familie zu investieren.
00:13:25: Weil das nun mal derzeit das Rückhalt ist um die ... ... kann man vielleicht noch gar nicht gut führen weil man dann plötzlich ... ... nicht mehr ausgeglichen ist, weil man sich traurig fühlt, wenn man ... ... was auch immer dünn heutiger wird.
00:13:36: also beides spielt ja eine unfassbare Rolle.
00:13:37: Du kannst ja nur gutführen, wenn du auch in dich ... ... im dir selber rust.
00:13:42: Und das fand ich, dass wird auch ... ... das finde ich schön, dass das zunehmend, ... ... habe ich nicht nur gestern vollgestellt sondern... ... auch schon bei anderen Kursen.
00:13:50: Was das zunehmend gesagt wird, was man sagt so wenn ihr das macht es ist nicht eine Arbeitsgeschichte.
00:13:55: Das ist kein Abhaken von Tudulisten sondern du stehst da als Mensch einen Menschen gegenüber und wenn Du wirst verhalten Deiner Personen gegenüber erleben willst musst Du dieses Verhalten auch selber an den Tag leben.
00:14:10: Und da gehört ein bisschen mehr dazu als sich in Anzubang zu ziehen und zu tun dass immer.
00:14:13: Chef Und das finde ich, hat dann immer sehr eindrücklich erklärt.
00:14:18: Das fand ich eigentlich ganz schön... ...dass nochmal so deutlich gesagt zu bekommen und dass man sich in der Zeit sich bewegt.
00:14:26: Warum sage ich das?
00:14:27: Weil es eine andere Dimension hat,... ...weil es eine Flanke aufmacht von dir, weil du plötzlich schlechte zeigen könntest.
00:14:35: Und dass aber mit in deinen Führungstil einbaust bedeutet, dass es eigentlich auch Stärke zeigt.
00:14:43: Und das ist ein Kulturwandel in der Gesellschaft, die es früher nie gegeben hätte.
00:14:49: Aber früher hat den Chefin niemals ... Hätte das die Flanke auch nicht aufgemacht.
00:14:53: und heute wird man so ein bisschen dazu aufgefordert zu sagen, wenn wir uns gegenseitig vertrauen wollen müssen noch in der Lage sein, Flanken aufzumachen.
00:15:01: Und auch etwas zu sagen was mir verletzen könnte aber darauf vertraue dass es nicht so passiert finde ich krass.
00:15:09: also im Alltag ohne selbstverständlich.
00:15:13: Würdest du sagen, dass das zu Agilität gehört?
00:15:16: Ich weiß es gerade wirklich nicht.
00:15:17: Ist das Teil davon oder ist das irgendwie eher... ...nicht Struktur sondern Haltung?
00:15:24: HALTO!
00:15:25: Ich würde sagen, es wird einfach wirklich konkret zur Haltung und zum Menschenhaltung und wie man ein Unternehmen führen will und wie wir sagen wollen, indem er innerhalb eines Unternehmens sagen will, was mal auf.
00:15:35: Das ist unser letztes Industrücken mit damit irgendwo Werte aus.
00:15:39: Indem wir honorieren, dass Menschen Menschen sind und dass sie auch Privatleben haben ... und dass wir auch gleichzeitig sagen, also es gibt beides.
00:15:48: Also erst mal geht ihm die Freiwilligkeit, die Erwartungshaltung.
00:15:52: wenn du eine Führungsposition übernimmst... ... erwarten wir aber entsprechend der Einsatz von dir weil das gehört zusammen, wie du es nicht willst, dann solltest du keine Führung übernehmen,... ... da ist das eine.
00:16:02: und trotz dir in der Lage zu sein, so sagen natürlich... ... ist es uns auch wichtig, dass du ein Privatleben hast oder beziehungsweise einen Leben hast in dem du... ... Energie tanken kannst im Bereich der Kunst, ... ... im Bereich des Sports und dem Bereich der Familie.
00:16:19: Und das wird beides gleichwertig betont immer wieder an.
00:16:22: Das finde ich schön dass man das so klar und deutlich vor allen auch ... ... inklusive der Geschäftsführung uns weiter ... ... vor allem gesagt wurde.
00:16:31: Das wird nicht irgendein paar Augen gesagt!
00:16:34: Und das stärkt ein und beruhigt einen so wenig zu sagen ... ... auf einmal zu sagen Tast ey ... ... ich mein will nur das Geruch, ich muss nach Hause... Und außerdem muss mein Kind jetzt mal abholen.
00:16:44: So, ist im kirchlichen Kontext... Ist das auch ein Problemfeld oder es zu problematisieren?
00:16:55: Das kirchliche Arbeitsrecht ist zu problemantisieren und wird es auch.
00:17:02: Es arbeitet sich auch ein bisschen an dieser Forderung ab dass gerade Führungskräfte die Haltung und zwar in unserem kirchlichem Fall evangelisch halt katholischerseits eine christliche Haltung haben, also einnehmen und für sich in Anspruch leben und mit Leben füllen.
00:17:23: Also dass die ja vielleicht auch das auf dem Papier getauft und Mitglied der Kirche jeweils sind und aber auch in der Haltung zu leben in der Lage und bereit sind.
00:17:35: Und ich finde das gerechtfertigt.
00:17:43: Jetzt, also früher galt es für alle Gliedschaften.
00:17:46: Da musste bis zur Pflegekraft sollten die Leute dann katholisch sein.
00:17:50: Heute wurde es kritisiert und gesagt das kann nicht sein.
00:17:54: Das geltliche Arbeitrecht ist da viel zu starr.
00:17:57: Die regieren hinein bis in die Schlafzimmer der Menschen.
00:18:01: Das darf nicht sein und das ist richtig dass das nicht sein darf.
00:18:05: Gleichwohl finde ich das die Frage der Haltung Bezüglich von ethischen Fragestellung, dass Führungskräfte die richtungsweisend also arbeiten wollen.
00:18:16: Dass sie das mitbringen!
00:18:18: Also wir haben gerade... Ich komme gerade von einer Sitzung im Jugendpastoral-Team und bin auf eine FSJ-Tlerin getroffen.
00:18:25: Sehr sehr ist.
00:18:27: die hat ne gute Haltung Aber keine christlich und sagt das auch.
00:18:31: Und die kann trotzdem hervorragend als FS-Hürtlerin bei uns im Jugendcafé selbstverständlich, kann jeder gut FS-hürtlerin sein und segensreich arbeiten in der Einrichtung von der... Die braucht gar nichts, die darf schauen und zweifeln.
00:18:45: Und vonneinen und kann sich auch abarbeiten.
00:18:48: Ich meine, die ist beim kirchlichen Träger ja irgendwie bewusst als FSJ-Tlerin gelandet.
00:18:52: Aber vom Chef von diesem Jugendcafé also vom Geschäftsführer... Das ist nationalreferentweise Way.
00:19:00: aber selbst wenn es das nicht wäre sondern irgendein Sozialpädagoge würde ich von dem aber dann doch meinen der sollte sich mit christlichen Werten identifizieren können.
00:19:12: Wenn das zur Zielbild der Einrichtung gehört, ist das verständlich.
00:19:19: Wer ist ein bisschen schräg?
00:19:20: Da wird es auch unartentisch und dann gehört es sich zu Haltung.
00:19:26: Es sind vor allem Krankenhäuser oder Schulen oder so die immer wieder in den Medien wenn irgendwie der Chefarzt medienwirksam aus der Kirche austritt was man auch mal über Chefarst vielleicht hätte austreten können, aber du musst damit nicht durch die Medien.
00:19:42: Also so geht es nicht!
00:19:43: Das ist gerade Betriebsklima schädigend und das finde ich im Sinne eines Chefarztes oder einer Geschäftsführung von einem großen Haus.
00:19:51: Ich finde dass dann gerechtfertigt.
00:19:53: Genau man muss einfach sich da machen, hat mal bestimmt Positionen hat man auch eine gewisse Wirklichkeit in der Vorbildfunktion Und man hat...
00:20:03: So kam ich drauf?
00:20:04: Du hast das grade gut beschrieben wenn der Chef oder die Chefin ... mit Haltung sich nach vorne stellt und Haltung zeigt... ...und sich somit auch ein bisschen vulnerabel macht, anfragt beigemacht.
00:20:18: Dann hat das eine Wirksamkeit und die ist ja auch angezielt.
00:20:21: Das ist ja das was du erzählt aus deiner zweitägigen Sitzung am Seminar,... ...dass es eine Wirksamkeit hat, mit der man ja auf etwas fördern kann.
00:20:31: Richtig!
00:20:32: Und die zwei, wichtig ist dabei auf das und es muss auch klar sein.
00:20:36: Dass man sich eben im Dienste des Unternehmens da hinstellt.
00:20:38: Das ist ja kein, also ist ja keinen, kann
00:20:41: ich
00:20:42: so überhaupt nicht.
00:20:43: Ich stelle mich hin und sage, dass jetzt meine Haltung, ihr könnt mich mal... Sondern natürlich hast du dich den größten, größeren Zielen unter größerem Visionsunternehmen zu unterstellen.
00:20:52: Also dass das Zeit des Vertrags wenn bei der Kirche angestellt wird dann ist das der Deal.
00:20:58: Weil du bist ja freiwillig da, frei will ich's!
00:21:01: Und das heißt, du kannst doch freiwillig wiedergehen, wenn ihr das nicht befällt.
00:21:05: Aber es hinzustellt und dann innerhalb der Institution sich so zu verhalten hat würde wäre die Institution ein Fremdkörper zum dir?
00:21:14: Das
00:21:14: geht nicht!
00:21:15: Das finde ich auch nicht in Ordnung.
00:21:16: Deswegen auch einen Chefarzt, der das tut... Da muss ich ganz ehrlich sagen er hätte's auch kündigen können, da kannste auszunehmen machen was du willst.
00:21:22: aber das ist jetzt irgendwie.. Ich weiß das ist halt einfach nur ein Ego-Trip wo man einfach mal einen Seifen setzen will, ich weiß gar nicht wohin.
00:21:29: Sondern dann könnte man auch sagen, dass ich kündige.
00:21:32: Weil das passt nicht mehr zu den Werten und es ist ja auch in Ordnung.
00:21:34: Man sagt mal Haken dran, verstehe ich?
00:21:37: Also ich merke, dass sich gerade Lust habe am Ende dieses Gesprächs ein bisschen Werbung in eigener Sache zu machen.
00:21:42: Ich hab's als so sinnstiftend erlebt vor zwei Tagen ... Dass ich das gerne bewerben möchte bei Entscheiderinnen und Entscheidern die da vielleicht heute zuhören oder diesen Podcast folgen.
00:21:53: Das ich bin gerne bereit für einen Bildungs-Dark mal irgendwo hinzukommen um mit einem Team eine Zeit zu gestalten, den Brunnen tiefer zugraben nach Haltung zu forschen oder Menschen in Kontakt zu bringen.
00:22:08: Zu dem religiösen, also dem neben dem Alltag der Auszeit einen Rahmen zu geben
00:22:16: und das
00:22:17: ist super.
00:22:19: Also ihr könnt Jan buchen!
00:22:22: Ich bin nicht billig aber günstig.
00:22:23: wirklich da machen wir mal eine gute Sache draus
00:22:27: so nämlich Die andere war fantastisch.
00:22:29: Das ist aber ein eigener Sassel,
00:22:31: richtiger Sassl!
00:22:32: Man kann ja einen Bugchen schreben es einfach an für der Schachteln selbst.
00:22:36: Hier sind überall da.
00:22:37: Wir haben nicht taktiert für das Gespräch.
00:22:39: Das habe ich wieder sehr viel inspiriert aus dem Nichts heraus.
00:22:42: Jetzt fühle ich mich gar nicht mehr so leer.
00:22:45: Ich mich auch nicht.
00:22:46: Bis dahin alles Gute.
00:22:47: Macht's gut, ciao.
00:22:50: Liebe Glaubensdenkerinnen und Glaubenstenker.
00:22:52: Es freut uns natürlich sehr dass er wieder bei diesem Gespräch dabei wart.
00:22:55: Übrigens, jede neue Folge kündigen wir über unseren Instagram-Kanal an oder über Facebook.
00:23:01: Einfach in den Suchschlitz Glaubensdenker eingeben und auf Folgen drücken!
00:23:06: Schreibt uns auch gerne an www.glaubensdenkaagmail.com per E-Mail oder einfach über den genannten Instagram Kanal.
00:23:14: Eine Bewertung über die üblichen Podcastkanäle schätzen wir auch sehr.
00:23:17: Wenn ihr jetzt noch nicht müde seid, wären wir für eine Weiterempfehlung sehr dankbar.
00:23:23: redet mit euren Freunden, Bekannten und vielleicht trauen sich ja auch die einen der anderen Arbeitskolleginnen mal rein zu hören.
00:23:31: Ansonsten wir freuen uns auf euch bis zum nächsten Mal!
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