Glaubensdenker

Agnostiker trifft Priester! -- Über Glauben wird selten gesprochen. Da wir vernünftige und realistische Menschen sind, kommen uns Hoffnungen auf alles, was größer ist als die Welt, komisch vor. Mit welchen Vokabeln kann man sich ernsthaft darüber unterhalten, was man schließlich doch irgendwie glaubt oder hofft? Je mehr wir uns darüber austauschen, was wir vom Leben denken, und welche Vorstellung wir von seinem Urgrund haben, desto weniger verrückt kommen uns die eigenen Gedanken dazu vor, die sich doch ab und an ins Bewusstsein stehlen. Und dann gibt es da noch die Kirchen mit allen ihren Themen und Problemen, zwischen denen man echt schnell vergessen kann, dass es eigentlich immer ums Leben geht, um sinnvolles Leben.

Welche Rolle die Vorstellung von Gott dabei spielt, das kann einem keiner vorschreiben, das kann jeder für sich ergründen. Dabei stößt man schnell auf Kernfragen: Gibt es Gott? Was/wer oder wie ist überhaupt Gott? Ist die Existenz von Kirchen wichtig? Wer hat Wahrheit? Was ist richtig? Was ist Lebenssinn? Dieser Podcast ist für alle, die sich unmissionarisch mit Kirche und Glaube auseinandersetzen wollen. Die nicht evangelisiert werden wollen, sondern suchen - freigeistig, selbstbestimmt und vor allem kritisch.

Glaubensdenker

Neueste Episoden

Moralspektakel

Moralspektakel

23m 3s

In dieser Folge starten Jan und Clemens mit einem ganz besonderen Muskelkater in das neue Jahr: nicht nur in den Beinen, sondern vor allem im Kopf. Ausgelöst durch Spannungen in sozialen Hilfesystemen und verhärtete Fronten in der Geschlechterdebatte, stoßen die „Glaubensdenker“ auf ein hochaktuelles Werk: „Moralspektakel“ von Philipp Hübel.

Gemeinsam analysieren sie, warum Moral heute oft nur noch als Statussymbol zur Selbstdarstellung dient und wie soziale Medien uns dazu bringen, emotionale Trigger in ein rationales Gewand zu hüllen.

Die Themen im Überblick:

- Der Fallstrick der Identität:Warum wir uns in Schaukämpfen über Comedians und Straßennamen verlieren, während die „dicken Dinger“...

Der 30-Jahre-Quantensprung - vom Handwerker zum Messias

Der 30-Jahre-Quantensprung - vom Handwerker zum Messias

22m 35s

In dieser Folge tauchen Jan und Clemens tief in die Bedeutung der Taufe Jesu ein und hinterfragen das „Vakuum“ der 30 Jahre davor. Wie wird aus einem ledigen Handwerker aus Nazareth plötzlich das „Lamm Gottes“?

Die beiden diskutieren:
Feministische Exegese: Warum die Taube, der Geist (Ruach) und die Weisheit eigentlich weibliche Symbole für zärtliche Liebe und Fruchtbarkeit sind.

Reife statt „Fließbandreligion“: Warum es vielleicht gesund war, dass Jesus erst mit 30 Jahren seinen Auftrag annahm, während wir heute Kinder oft durch Traditionen „pressen“, bevor sie reflektieren können.

Politische Sehnsucht: In einer Welt voller „Putins und Trumps“ wächst der Wunsch nach...

Fürchtet Euch nicht vor 2026!

Fürchtet Euch nicht vor 2026!

23m 28s

Es ist die letzte Folge des Jahres – und sie beginnt ungewohnt.
Kein klassischer Jahresrückblick, sondern ein Vorausblick: auf die Burg, auf das kommende Jahr und auf die Frage, wie wir mit Zukunft umgehen.

Was ist eine wahrscheinliche Zukunft?
Was ist eine gewünschte Zukunft?
Und was hat Glaube damit zu tun, nicht in Angst zu erstarren, sondern Gestaltungsspielräume zu nutzen?

Zwischen Weltpolitik, Adventstexten aus Jesaja, Engeln mit dem Satz „Fürchtet euch nicht“ und ganz konkreten Dilemmata unseres Alltags sprechen Jan und Clemens über Hoffnung ohne Naivität, Verantwortung ohne Moralfinger – und darüber, warum Haltung der Schlüssel für jede Zukunftsgestaltung ist....

Segen: Einander gut heißen und wachsen lassen

Segen: Einander gut heißen und wachsen lassen

25m 5s

Es ist noch nicht Weihnachten, auch wenn Clemens schon fast „Stille Nacht“ anstimmen möchte – wir sind erst im dritten Advent. In dieser Folge bringt Jan einen starken Impuls von einer Begegnung mit einer Kardijn-Gemeinschaft mit: Es geht um die Kraft des Segens.
Doch was bedeutet Segnen eigentlich? Jan und Clemens tauchen tief in die Wurzeln des Wortes ein: Vom lateinischen Benedicere – dem „Gutsagen“ oder „Gutheißen“ – bis zum hebräischen Berakah, dem Lobpreis für das, was uns leben lässt. Sie entdecken, dass Segen kein magischer Zauber ist, sondern ein dialogisches Geschehen, das den anderen groß sein lässt und Wachstum...